Bodegas, Herrenhäuser und dicht bedeckte Weinfelder sind nur einige der obligaten Stopps auf der Route des Geschmacks und der Aromen voller Geschichte und Kultur. Hier findet man auf jedem Schritt ein Detail, das die duftenden Geheimnisse und exquisiten Einzelheiten der chilenischen Weinherstellung verrät, einem der besten Weine auf der ganzen Welt.

Denn seit der Konquistador Francisco Aguirre im XVI. Jahrhundert die erste Weinrebe in der Stadt Copiapó pflanzte, ist sehr viel und sehr guter Wein durch die chilenischen Bodegas geflossen. Ganze Täler liegen seitdem nahe der Hauptstadt Santiago, wo die Erde fruchtbar und das Klima wohlgesonnen ist für den Weinanbau.
Die Hauptstadt ist das Herz der Weinanbauregion. Wenn man durch die Weinanbautäler reist, lernt man nicht nur den Herstellungsprozess kennen und kann dabei den Gaumen mit exquisiten Rot- und Weißweinsorten erfreuen, sondern kann nebenbei auch das traditionelle Landleben der Chilenen erleben und elegante Herrenhäuser und Gebäude vom Anfang des XX. Jahrhunderts besichtigen.
Eine wahrhaft "berauschendes" Erlebnis, bei dem man den Fortschritt der chilenischen Weinherstellungsindustrie feststellen kann, die den Reichtum ihrer Täler (auf denen feinste europäische Trauben angebaut werden) mit der Anwendung französischer Technik und der Zusammenarbeit mit ausgewählten Weinkennern zu kombinieren wusste. Das Ergebnis ist mehr als offensichtlich: Weine von unübertrefflicher Qualität von international anerkanntem Weltniveau.

Eine Route durch das Maipo-Tal, in dem sich riesige Weinfelder befinden wie das Feld der bekannten Weinsorten Cosuño Macul (der älteste des Ländes); Concha y Toro, einer der Hauptexportweine und Undurraga, eine traditionelle Familiensorte, kommt den Weinliebhabern gerade recht, obwohl diese Weingebiete nicht die einzigen sind. Santiago hat noch viel mehr zu bieten.
Eine Rundreise des guten Geschmacks. Prost!... Lieber mit einem Merlot, einem Cabernet, einem Souvignon, einem Sauvignon Blanc oder einem Chardonnay? Die Wahl liegt bei Ihnen, Sie degustieren die Weine, Sie sind ein Teilnehmer der traditionellen Weinroute.
Die Geschichte der Traubenart carménere ist mehr als interessant. Man sagt, dass diese Traubenart aus Europa im XVI. Jahrhundert verschwand, angeblich durch eine Plage, und nur ihr Name und eine detaillierte Beschreibung in den Büchern von ihr übrig blieb. Vor 15 oder 20 Jahren jedoch versuchte eine bekannte Bodega, eine Traubenart zu kultivieren, die einfach nicht das gewünschte Ergebnis für den erwarteten Wein gab. Der Autor dieses Artikel sist kein guter Weinkenner, so könnte es sich also um einen cabernet oder auch eine andere Weinsorte gehandelt haben. Nach mehreren gescheiterten Versuchen ließ man einen französischen Weinkenner kommen, der nach ausführlichen Analysen seinem Auftraggeber mitteilte: "Mein werter Herr, Sie werden niemals einen Cabernet aus diesen Trauben erhalten, denn diese ergeben einen vorzüglichen Carménere". Und so konnte diese in Europa vor Hunderten von Jahren verschwundene Traubenart wiederentdeckt werden. Wie sie in dieses Land kam? Vermutlich während der Konquista Amerikas.