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DIE STADTUMGEBUNG

Chuquicamata

Hierbei handelt es sich um die größte Freiluft-Mine der Welt und das größte Kupfervorkommen in ganz Chile. Der Name des Mine heißt übersetzt "Land der Chuco-Indios" in Anlehnung an die alten Ureinwohner der Region.

Die wertvollen Funde, deren industrieller Abbau im Jahre 1881 begonnen wurde, setzen sich zusammen aus der Süd-Mine, der kleinsten der Minen, die oxidiertes Metall enthält, und der Chuqui-Mine, aus welcher schwefelhaltige Metalle abgebaut werden. Es werden jährlich bis zu 630.000 Tonnen feinsten Kupfers produziert, dessen Reinheitsgehalt bei 99,99% liegt.

In der Nähe der Funde liegt die Herbergsstadt für die Minenarbeiter Chuquicamata, die von Montag bis Freitag (außer an Feiertagen) , wo man von einem Aussichtspunkt die Bearbeitung und die Einschmelze des Kupfers beobachten kann. Nur 16 Kilometer trennen Calama von der riesigen Mine.

Chiu Chiu

Ein auffälliges Dorf , das 33 Kilometer von Calama entfernt auf 2525 Metern über dem Meeresspiegel liegt. Zu früheren Zeiten wohnte hier die größte Ureinwohner-Bevölkerung der Region wegen der fruchtbaren Erde um das Dorf. Die Legenden erzählen, dass dieses Dorf die erste Siedlung von Loa war, in der sich Jäger und Sammler ab dem Jahre 1000 v.Chr. zusammenrotteten. Später wurden die Landstriche dann vom Inka-Trail durchkreuzt, was einen intensiven kommerziellen Verkehr bis zum Jahre 1830 verursachte, da dieses die obligate Route zwischen Cobija und Salta war.

Dieses beendete der Bau der Eisenbahn im Jahre 1890. Heutzutage ist das Dorf gerade einmal von etwas mehr als 300 Personen bewohnt. Eine der Attraktionen ist die Kirche iglesia de San Francisco, eine der schönsten Kirchen in Chile, die im Jahre 1951 zum Nationaldenkmal deklariert wurde. Der im Jahre 1675 erbaute Tempel besitzt dicke Mauern und beherbergt in seinem Inneren ein wunderschönes Bild des Leiden Christis, welches von beiden Seiten bemalt ist, sowie ein klappbares Kreuz, welches oftmals für die religiösen Prozessionen genutzt wird.

Pukará de Lasana

Eine Festung aus dem XII. Jahrhundert mit rechteckigen und runden Konstruktionen, Wehrtürmen und steinernen Getreidespeichern. Insgesamt gibt es ungefähr 110 Strukturen, jede davon setzt sich aus 2 bis 5 Stücken zusammen, die mit engen internen Rundgängen miteinander verbunden sind. Der Ort wurde im Jahre 1982 zum Nationaldenkmal deklariert und liegt 41 Kilometer nordöstlich von Calama und 8 Kilometer von Chiu Chiu entfernt.

Brücke Puente de Conchi

Diese Brücke ist 224 Meter lang und wurde im Jahre 1890 für den Eisenbahnverkehr erbaut. Es ist die zweithöchste Brücke der Welt (auf 3.048 Metern über dem Meeresspiegel). Heutzutage wird sie nur noch von Autos und Lastwagen befahren. 70 Kilometer vor Calama gelegen und 105 Meter über dem Fluss Loa.

Caspana

Traditionelles Dorf, das charakteristisch ist für den Gebrauch des Liparita-Gesteins, einem weißen Vulkangestein, beim Häuserbau. Die weißen Häuser besitzen außerdem alle ein pittoreskes Lehmdach. Heutzutage umfasst die Bevölkerung des Dorfes ca. 400 Einwohner, die sich hauptsächlich dem Anbau von Gemüse, Blumen und Knollen widmen, die in dem 84 Kilometer entfernt gelegenen Calama verkauft werden. Sehenswert ist die Kirche von San Lucas, ein Museum, das die lokale Kultur den Besuchern näher bringt und verschiedene Kunsthandwerksläden, in denen man Dinge und Kleidung aus Alpakawolle erwerben kann.

Toconce

Bescheidenes Dörfchen prähispanischen Ursprungs am Rande einer Steilküste, 91 Kilometer von Calama und 22 Kilometer von Caspana entfernt. Sehenswert wegen der Steinkonstruktionen und den Anbausystemen in Terrassenform, ein Erbe des früheren Bewohner der Region. Beim Besuch dieses Dorfes auf 3.350 Metern über dem Meeresspiegel kann man auch die archäologischen Komplexe Alero del Río Salado, Lican, Tchulqui und Patillón besichtigen.

Pukará de Turi

War einst die größte Festungsstadt der Atacama-Kultur. Erbaut im XII. Jahrhundert aus Vulkansteinen, besteht sie aus rechteckigen Wohneinheiten von 4 x 5 Metern, mit Silos und Lagerräumen. Mit der Ankunft der Inkas gegen Ende des XV. Jahrhunderts wurde der Lehm als Baumaterial für Plätze, Straßen und Häuser eingeführt, und so verwandelte sich die Stadt in ein wichtiges Verwaltungszentrum der Söhne der Sonne. Wurde im Jahre 1982 zum Nationaldenkmal deklariert und befindet sich 75 Kilometer östlich von Calama auf 2.980 Metern über dem Meeresspiegel.

Ayquina

Aufgrund der Steinkonstruktionen und der Häuser mit den Lehm- und Strohdächern ist Ayquina eines der schönsten Dörfer der Region. Aus diesem Grunde wurde diese Region auch zur landestypischen Region erklärt. Die Häuser sind alle um die Kirche iglesia Nuestra Señora de Guadalupe herum gebaut, einem wunderschönen Tempel mit einem stuckverzierten Turm. Am 7. und 8. September wird die Kirche zu Ehren der Jungfrau Virgen de Guadalupe geschmückt und es wird gefeiert. 74 Kilometer von Calama entfernt auf 3.000 Metern über dem Meeresspiegel gelegen.

Ollagüe

Grenzdorf in der Nähe der Salinen desselben Namens. Liegt auf 3.696 Metern über dem Meeresspiegel und hat ca. 400 Einwohner. Die meisten Bewohner arbeiten im Schwefelabbau. 206 Kilometer von Calama und 9 Kilometer von Ollagüe entfernt sollte man das Dorf Amincha besuchen, um die Schwefelverarbeitungsanlage kennenzulernen, die das Mineral mit Hilfe eines Schlepplifts von der höchstgelegenen Mine der Welt auf der Spitze des Vulkans Aucanquilcha auf 5580 Metern Höhe zur Weiterverarbeitung hinuntertransportiert. Weitere interessante Orte sind Cosca, welches 25 Kilometer von Ollague entfernt liegt,. Hierbei handelt es sich um ein Sanktuarium, das zu Beginn des XX. Jahrhunderts errichtet wurde, nachdem ein Schäfer dort ein Bild der Jungfrau fand, und der Fluss Río Chaihuirí, 30 Kilometer vor Ollagüe, welcher von zahlreichen Queñuales (Bäume mit knorrig verwachsenen Ästen, die auf mehr als 3.500 Metern über dem Meeresspiegel wachsen) gesäumt wird.

Saline Salar de Ascotán

Ein Teil der größten Borax-Sees der Welt. Mit Ursprung im Pleistozän, wird die Saline seit Beginn des XX. Jahrhunderts abgebaut. 34 Kilometer südlich des Dorfes Ollagüe gelegen, kann man beim Besuch die enormen salzigen Seen betrachten , die von hohen Gipfeln umrundet sind. Die Saline ist flach und weiß mit Lagunen, in denen sich grazile Flamingos tummeln und schlanke Vicuñas ihren Durst stillen.

Saline Salar de Carcote

Umrahmt von den Gipfeln der Vulkane Ollagüe und Aucalquincha, hat diese Saline eine eigene Wasser-Vogelwelt, die sich aus Flamingos, Wildenten, Reihern, Huallotos, Taguas und weiteren Arten zusammensetzt. Man findet die Saline auf 125 Kilometern nordöstlich von Calama, nahebei der Grenze zu Bolivien. Diese Region charakterisiert sich durch ihre kalten Temperaturen, niedrige Feuchtigkeit, starke Winde und Sommerregen.

San Pedro de Atacama

Die "Archäologische Hauptstadt von Chile", seit 1980 auch als landestypische Region bekannt. Die Stadt war einst das Zentrum der Atacama-Kultur, von der noch Festungen und Stadtreste präkolumbianischen Ursprungs zu sehen sind. Einige Dörfer haben ihre alten Traditionen und Gebräuche aufrechterhalten, wie zum Beispiel das Ayllu, eine soziale Ordnung, die auf der gegenseitige Hilfe basiert und die Integration von Familiengruppen fördert. Neben den kulturellen und archäologischen Sehenswürdigkeiten (Pukará de Quitor, das Archäologische Museum Padre Le Paige), überrascht Atacama durch die ausgetrocknete Landschaft und seine natürlichen Sanktuarien. Man kann auch die Wüste von Atacama -die trockenste Wüste der Welt- und die Geysire von Tatio, neben anderen Naturschönheiten, besuchen.

Die Stadt liegt 103 Kilometer von Calama entfernt auf 2.438 Metern über dem Meeresspiegel.




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